Lange ist es inzwischen her, dass man bei der Geldanlage von Tagesgeld anständige Zinsen kassieren konnte. Heute lohnt sich manchmal kaum noch die Umbuchung vom Girokonto auf das Tagesgeld- oder Festgeldkonto, wenn man nicht gerade ein besonderes Schnäppchen beim Tagesgeld entdeckt hat oder beim Festgeld eine relativ lange Laufzeit wählt. Der Zinsvergleich Tagesgeld stimmt da regelrecht traurig, und auch der Zinsrechner Festgeld spendet nicht viel Trost.

Anlegers Leid ist Schuldners Freude. Allen voran der Staat profitiert von diesen niedrigen Zinsen. Wenn diese rasant steigen würden, dürften nicht nur Griechenland, Irland oder Spanien Probleme bekommen. Auch der deutsche Staatshaushalt wäre dann kaum noch in vernünftiger Weise auszugleichen. Man macht ja jetzt schon bei den niedrigen Zinsen jede Menge Schulden. Wenn man dies als Vorsichtsmaßnahme gegen künftige höhere Zinsen betrachten könnte, wäre das ja noch in Ordnung. Aber das Geld wird ja sofort wieder ausgegeben.

Das dürfte auch der Grund sein, weshalb mit einem rasanten Anstieg wohl doch nicht zu rechnen ist. Damit bleibt die Geldanlage als Tagesgeld oder auf dem Festgeldkonto bei den Anlagen, die teilweise noch nicht einmal die Inflationsrate decken. Weder der Zinsvergleich Tagesgeld noch der Zinsrechner Festgeld geben da irgendeinen Lichtblick her. Wenn man sich langfristigeren Anlagen zuwendet, kann man zwar höhere Zinsen bekommen. Doch hat man dann das Problem, dass bei einem Steigen der Zinsen man an diese dann niedrigen Zinsen gebunden ist. Ein Teufelskreis zwischen Tagesgeld- und Festgeldkonto, der auch mit dem besten Zinsvergleich Tagesgeld nicht zu durchbrechen ist.

Da hilft eben nur abwarten und fleißig nach eventuellen besonderen Gelegenheiten Ausschau halten. Manchmal findet man für die Geldanlage als Tagesgeld Angebote mit garantierten hohen Zinsen, die sogar über denen auf einem Festgeldkonto liegen. Ein derartiges Angebot gilt meist nur für neue Kunden. Doch warum nicht in Anspruch nehmen? Die Bank wird dieses Angebot wohl kaum machen, weil sie damit Verlust macht.

Geld ist flüchtig, und eine Geldanlage auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto ist bei Freiwerden schnell wieder bei einer anderen Bank angelegt. Man soll es zwar nicht übertreiben, und bei kleinen Beträgen lohnt es sich kaum, für die paar Euro mehr an Zinsen eine Kontoeröffnung auf sich zu nehmen. Vielleicht lässt ja die Bank, bei der man das Tagesgeld- oder Festgeldkonto führt, mit sich reden und legt noch ein paar Zehntel drauf. Dann spart man sich den Wechsel und hat wieder für einige Wochen oder Monate Ruhe, bis man sich wieder dem Thema “mickrige Zinsen auf Tagesgeld- und Festgeldkonto” widmen muss.